Angst annehmen: Wie du aufhörst, gegen dich selbst zu kämpfen

Hält dich Angst davon ab, an deinen großen Zielen oder Träumen zu arbeiten? Sich den eigenen Ängsten zu stellen, kann herausfordernd sein, aber auch unglaublich befreiend. Entdecke unsere 7 Tipps, wie du deinen Ängsten begegnest, sie besser verstehst und über dich hinauswächst.

Es hat einen Grund, warum Videos von Fallschirmsprüngen, Höhlentouren oder Neuanfängen in einer fremden Stadt im Netz so gefeiert werden. Sie zeigen Menschen, die das scheinbar Unmögliche wagen: Dinge, an die wir uns selbst vielleicht nie herantrauen würden.

Vielleicht hast du Angst davor, vor anderen zu sprechen, leidest unter Höhenangst oder sorgst dich so sehr vor Fehlentscheidungen, dass du nicht mehr vom Fleck kommst. Was auch immer deine ganz persönliche Angst ist: Angst zu empfinden, ist eine völlig normale menschliche Erfahrung. Jeder kennt Momente, in denen das Herz schneller schlägt und die Hände feucht werden. Aber Angst muss dich nicht davon abhalten, weiterzugehen.

Wir sagen nicht, dass es leicht ist. Aber du kannst lernen, dich deinen Ängsten zu stellen und sie mit der Zeit sogar als Teil von dir anzunehmen. Wenn du Schritt für Schritt wieder mehr Kontrolle über dein Leben gewinnst, wirst du merken: Nicht deine Angst bestimmt den Weg, sondern du selbst.

Was bedeutet es also wirklich, sich seinen Ängsten zu stellen? Warum lohnt sich das überhaupt? Und wie fängt man am besten an? Lass uns das gemeinsam herausfinden, ganz ohne Fallschirmsprung, außer natürlich, du hast wirklich Lust darauf.

 

Was bedeutet es wirklich, sich seiner Angst zu stellen?

Angst ist eine natürliche emotionale Reaktion, die uns vor Gefahren schützen soll, und das ist zunächst einmal wichtig. Oft meldet sie sich jedoch auch in Situationen, die eigentlich weder gefährlich noch bedrohlich sind, zum Beispiel bei einer Gehaltsverhandlung oder beim ersten Gespräch mit einer neuen Bekanntschaft. Diese Angst kann so überwältigend werden, dass du die Situation am liebsten ganz vermeiden würdest. Das Problem dabei: Durch dieses Ausweichen wird die Angst mit der Zeit stärker, weil du deinem Gehirn signalisierst, dass die Situation tatsächlich bedrohlich ist.

Sich seinen Ängsten zu stellen bedeutet, dem ins Auge zu blicken, was dich beunruhigt, anstatt dir von der Angst vorschreiben zu lassen, was du tust. Es geht darum, die Angst wahrzunehmen und dich trotzdem bewusst dagegen zu entscheiden, dich von ihr ausbremsen zu lassen. Das klingt natürlich leichter, als es ist, besonders wenn Ängste schon seit vielen Jahren tief in dir verwurzelt sind.

Du musst dich nicht sofort in Situationen stürzen, die dich überfordern. Du musst also weder aus einem Flugzeug springen noch vor großem Publikum singen. Fang lieber klein an. Wenn du deine Ängste verstehst, ihnen achtsam begegnest und jeden noch so kleinen Fortschritt anerkennst, wird das, was früher unmöglich schien, plötzlich greifbarer.

Auch wenn es sich anfangs vielleicht unangenehm anfühlt: Jedes Mal, wenn du dich deiner Angst stellst, verliert sie ein Stück ihrer Macht. Das bedeutet nicht, dass sie für immer verschwindet. Es bedeutet, dass du widerstandsfähiger wirst und das Selbstvertrauen gewinnst, mit ihr umzugehen. Vielleicht wirst du nie besonders gern vor anderen sprechen oder fliegen. Aber du zeigst dir selbst, dass du deine Angst bewältigen und dein Leben trotzdem weiterleben kannst.

 

Was passiert, wenn du aufhörst, deiner Angst auszuweichen

Die eigene Angst zu überwinden, ist ein sehr persönlicher Sieg. Er kann nicht nur deine mentale Gesundheit stärken und dein Selbstwertgefühl verbessern, sondern dir auch neue Möglichkeiten eröffnen.

  • Persönliches Wachstum: Jedes Mal, wenn du dich einer Angst stellst, lernst du etwas Neues über dich selbst: über deine Grenzen, deine innere Stärke und darüber, wie du über dich hinauswachsen kannst.

  • Weniger Anspannung: Wenn du dich deinen Ängsten stellst, verlieren sie oft an Größe und Bedeutung. Was vorher überwältigend wirkte, kann mit der Zeit leichter werden.

  • Bessere Entscheidungen: Angst kann den Blick vernebeln und dazu führen, dass wir Dinge vermeiden oder überstürzt handeln. Wenn du dich ihr stellst, kannst du klarer denken und Entscheidungen treffen, die auf deinen Zielen basieren, nicht auf deinen Befürchtungen.

 

Es gibt einen feinen, aber wichtigen Unterschied zwischen dem Moment, in dem du dich einer Angst stellst, und dem Moment, in dem du sie wirklich annimmst.

Sich einer Angst zu stellen bedeutet, aktiv zu werden und dem ins Auge zu blicken, was dich beunruhigt. Du triffst die bewusste Entscheidung, dich mit deiner Angst auseinanderzusetzen, damit sie weniger Macht über dich hat. Das ist ein schrittweiser Prozess, in dem du Vertrauen aufbaust und nach und nach wieder mehr Kontrolle gewinnst.

Wenn du deine Ängste annimmst, betrachtest du sie nicht nur als Hindernis, sondern auch als Chance zum Wachsen. Anstatt die Angst negativ zu bewerten, erkennst du sie als Zeichen dafür, dass du gerade deine Komfortzone verlässt. Sie anzunehmen heißt nicht, dass die Angst verschwindet. Es heißt, sie zu akzeptieren und als Herausforderung zu sehen, an der du wachsen kannst.

Nehmen wir an, du hast Angst davor, vor anderen zu sprechen. Dich dieser Furcht zu stellen, könnte bedeuten, erst einmal im kleinen Kreis das Wort zu ergreifen, in Video-Calls öfter etwas zu sagen oder deine Rede vor dem Spiegel zu üben. Du näherst dich der Angst also gezielt und in kleinen, machbaren Schritten.

Die Angst anzunehmen, würde hingegen bedeuten, zu erkennen, dass Nervosität vor dem Sprechen dazugehört, wenn du über dich hinauswächst. Es ist völlig okay, sich so zu fühlen. Mit der Zeit kannst du die Herausforderung vielleicht sogar als etwas erleben, das dich stärkt.

 

Deine Ängste erkennen und benennen lernen

Bevor du deine Ängste angehen kannst, solltest du genauer verstehen, womit du es zu tun hast. Wenn du deine Ängste beim Namen nennst, kannst du sie klarer einordnen. Oft fühlen sie sich dadurch weniger überwältigend an.

  • Hör auf deinen Körper: Angst zeigt sich oft körperlich. Achte darauf, wann dein Herz schneller schlägt, deine Hände feucht werden oder sich dein Magen zusammenzieht.

  • Schreib es auf: Wenn du deine Ängste schwarz auf weiß siehst, wirken sie oft schon etwas kleiner. Notiere dir alles, was dich beunruhigt, egal ob es etwas Spezielles wie Flugangst ist oder etwas Alltägliches wie ein Telefonat.

  • Achte auf dein Vermeidungsverhalten: Überlege, welche Situationen du regelmäßig vermeidest, sei es der Zahnarztbesuch oder eine Einladung. So kommst du den tiefer liegenden Ängsten auf die Spur, die dein Leben beeinflussen können.

  • Frag nach dem Warum: Geh der Sache auf den Grund und frag dich, warum dich genau diese Situation nervös macht. Wenn du die Ursache besser verstehst, kannst du der Angst bewusster begegnen.

  • Sei ehrlich zu dir selbst: Jeder Mensch hat Ängste, auch Menschen, die nach außen hin sehr mutig wirken. Zu deinen Ängsten zu stehen, erfordert Mut und Selbstmitgefühl.

  • Überstürze nichts: Manche Ängste liegen tief und brauchen Zeit, bis sie sichtbar werden. Fang mit den Dingen an, die dir als Erstes einfallen. Weitere Ängste zeigen sich oft mit der Zeit.

 

7 Schritte, um deinen Ängsten achtsam zu begegnen

Wenn du deine Ängste benannt hast, kannst du beginnen, ihnen bewusst und mit Selbstmitgefühl zu begegnen. Zwing dich zu nichts, was dich überfordert. Lass dir Zeit und geh gut mit dir selbst um. Hier findest du 10 Ideen für mehr Selbstmitgefühl

Mit Zeit und Geduld wirst du wahrscheinlich merken, dass der Druck langsam nachlässt. Nach und nach kannst du dich stärker, ruhiger und selbstsicherer fühlen und mehr Vertrauen in dich entwickeln.

1. Fang klein an mit einer Angst, die sich leicht bewältigen lässt 

Such dir eine Angst aus, die sich machbar anfühlt: eine, die dich zwar herausfordert, dich aber nicht völlig aus der Bahn wirft. So schaffst du die Grundlage für erste Erfolgserlebnisse. Größere Ängste kannst du später Schritt für Schritt angehen. Für den Anfang reicht es, dich vorsichtig an eine kleinere Herausforderung heranzutasten. Während du diese erste Hürde nimmst, sammelst du wertvolle Erfahrungen und stärkst dein Vertrauen in dich selbst.

🫶 Fang klein an mit der Serie 7 Tage zum Umgang mit Ängsten.

2. Setz dir realistische Ziele

Es geht nicht darum, die Angst von heute auf morgen auszulöschen. Echte Veränderung entsteht durch stetige kleine Schritte. Damit du am Ball bleibst, setz dir am besten kleine, machbare Ziele.

Wenn dich zum Beispiel soziale Ängste beschäftigen, könnte dein erstes Ziel sein, eine unbekannte Person zu grüßen. Als Nächstes könntest du versuchen, dich kurz an einem Gespräch in einer kleinen Gruppe zu beteiligen. Wenn du deine Angst in kleine Schritte aufteilst, wirkt sie weniger bedrohlich, und jeder kleine Erfolg stärkt dein Selbstvertrauen.

🫶 Lerne die unterstützende RAIN-Technik in der Session Gedanken der Angst neu formulieren kennen.

3. Nutze Achtsamkeit, um deine Nervosität zu beruhigen

Wenn wir Angst haben, reagiert unser Körper oft mit Kampf, Flucht oder Erstarren: Das Herz schlägt schneller, der Atem wird flach und die Gedanken drehen sich im Kreis. Achtsamkeit hilft dir in solchen Momenten, ruhig und bei dir zu bleiben. So kannst du deine Angst beobachten, ohne sie sofort zu bewerten, und gelassener mit ihr umgehen.

Probier es mit einer einfachen Atemübung: Atme langsam ein und zähle bis vier, halte den Atem für vier Schläge an und atme dann wieder für vier Schläge aus. Konzentrier dich ganz auf deinen Atem, um deine Gedanken zu beruhigen und wieder im Hier und Jetzt anzukommen.

Auch ein Body Scan kann hilfreich sein: Spüre in dich hinein, wo dein Körper gerade angespannt ist, und entspanne diese Bereiche bewusst nacheinander.

🫶 Probier die Übung Ängsten begegnen aus dem Daily Move aus, um nicht nur deinen Geist, sondern auch deinen Körper darauf einzustimmen, an dich selbst zu glauben.

 

4. Hinterfrage negative Gedanken und hol dir deine Kraft zurück

Vielleicht ertappst du dich bei Gedanken wie: „Das schaffe ich nie“ oder „Was, wenn alles schiefgeht?“ Solche Sätze lassen die Angst oft noch größer wirken. Wenn sich diese Gedanken einschleichen, frag dich:

  • Ist dieser Gedanke eigentlich wirklich wahr? 

  • Gibt es einen anderen Blickwinkel, der realistischer oder hilfreicher ist?

Oft basieren unsere Ängste auf Worst-Case-Szenarien, die viel unwahrscheinlicher sind, als sie sich in dem Moment anfühlen. Wenn du diese Gedanken hinterfragst, nimmst du der Angst ein großes Stück ihrer Macht.

🫶 Nimm dir ein paar Minuten Zeit und lerne in der Daily Calm Gedanken wie wichtig es ist, Gedanken loszulassen.

5. Stell dir vor, wie du deine Ängste meisterst

Stell dir vor, wie du eine Situation, die dir Angst macht, ruhig und sicher bewältigst. Wenn du zum Beispiel Angst davor hast, vor anderen zu sprechen, nimm dir jeden Tag einen kurzen Moment und stell dir vor, wie du selbstbewusst und klar sprichst und dich dabei ruhig fühlst. Male dir innerlich alles möglichst genau aus: den Raum, die Gesichter und das gute Gefühl danach.

Durch diese Visualisierung kann dein Gehirn lernen, eher mit einem positiven Ausgang zu rechnen. Das kann dir helfen, dich weniger angespannt zu fühlen, wenn die Situation tatsächlich eintritt.

🫶 Lass dich durch eine Visualisierung führen und lerne, wie du diese Technik für dich nutzen kannst.

6. Sprich mit jemandem über deine Ängste

Manchmal hilft es bereits, die eigenen Ängste laut auszusprechen. Vertrau dich einer guten Freundin, einem Familienmitglied oder einer Therapeutin an. Wenn du deine Sorgen teilst, fühlen sie sich oft weniger bedrohlich an. Außerdem kann es guttun, jemanden an deiner Seite zu haben, der dich ermutigt.

Falls du niemanden in deinem direkten Umfeld hast, kannst du dich auch nach Online-Communities oder Gruppen umsehen, in denen Menschen offen über Angst, Unsicherheit oder Phobien sprechen. Zu wissen, dass andere ähnliche Herausforderungen erleben, kann dir das Gefühl geben, weniger allein zu sein.

🫶 Entdecke wie wichtig eine liebevolle Kommunikation in deinen Beziehungen ist.

7. Sei stolz auf deinen Fortschritt

Feiere jeden noch so kleinen Schritt in die richtige Richtung, ob du in einem Meeting deine Stimme erhebst, in ein Flugzeug steigst oder einen vollen Raum betrittst. Wenn dich das Überwindung gekostet hat, ist es ein echter Erfolg. Erkenne diesen Fortschritt bewusst an.

Kleine Erfolge zu feiern, hält die Motivation hoch und erinnert dich daran, was du bereits geschafft hast.

🫶 In der Daily Calm Die Angst mildern lernst du, deine Gedanken zurück in den gegenwärtigen Moment zu holen..

 

Häufig gestellte Fragen: Ängsten begegnen

Warum fällt es uns so schwer, uns unseren Ängsten zu stellen?

Das fällt uns deshalb so schwer, weil Angst ursprünglich ein Schutzmechanismus ist. Wenn du Angst hast, aktiviert dein Gehirn eine Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsreaktion. Dein Instinkt möchte dich von dem fernhalten, was dir Angst macht, ganz gleich, ob es um eine körperliche Angst wie Höhenangst geht oder um eine emotionale Angst wie Ablehnung. Deshalb fühlt es sich manchmal fast unmöglich an, stehen zu bleiben und der Angst ins Gesicht zu sehen.

Leider wirkt das, was wir vermeiden, mit der Zeit oft noch bedrohlicher. Diesen Kreislauf zu durchbrechen, braucht Geduld und eine Extraportion Mitgefühl für dich selbst. Aber wenn du dranbleibst, merkst du mit der Zeit: Die Angst ist vielleicht gar nicht so unüberwindbar, wie sie sich angefühlt hat.

Welche Ängste haben die meisten Menschen?

Was auch immer dich beschäftigt: Du bist nicht allein damit. Keine Angst ist zu klein oder zu unbegründet, um ernst genommen zu werden. Entscheidend ist, einen Weg zu finden, gut mit ihr umzugehen.

Häufige Ängste sind zum Beispiel:

  • Vor Gruppen sprechen

  • Große Höhen

  • Fliegen

  • Spinnen

  • Soziale Begegnungen

  • Scheitern

  • Die falsche Entscheidung treffen

  • Risiken eingehen

  • Ablehnung

  • Verurteilt werden

  • Krankheit oder Verletzung

Wie hilft Achtsamkeit gegen Angst und Sorgen?

Wenn Angst aufkommt, verstricken wir uns schnell in Was-wäre-wenn-Gedanken und malen uns das Schlimmste aus. Achtsamkeit hilft dir dabei, deine Aufmerksamkeit wieder ins Hier und Jetzt zu lenken, statt gedanklich in einer Zukunft zu bleiben, die noch gar nicht passiert ist.

Wenn du lernst, deine Gefühle zu beobachten, ohne dich von ihnen mitreißen zu lassen, kannst du dir sagen: „Ich habe gerade Angst, aber ich muss nicht danach handeln.“ Das schafft eine kleine Pause zwischen dem Gefühl und deiner Reaktion. Und genau in diesem Moment gewinnst du ein Stück Kontrolle zurück.

Übungen wie tiefes Atmen oder Meditation helfen auch deinem Körper, zur Ruhe zu kommen. Wenn sich dein Herzschlag beruhigt und deine Muskeln lockern, fällt es dir leichter, der Angst mit einem klareren Kopf zu begegnen.

Sollte man Ängsten lieber ausweichen oder sich ihnen stellen?

Vermeidung kann sich im ersten Moment erleichternd anfühlen, weil die Anspannung sofort nachlässt. Langfristig ist es jedoch meist hilfreicher, sich den eigenen Ängsten schrittweise zu stellen. Wenn wir Situationen dauerhaft vermeiden, kann das die Angst zusätzlich verstärken.

Wenn du dich deinen Ängsten stellst, wächst nach und nach dein Selbstvertrauen. Du zeigst dir selbst, dass du auch unangenehme Momente aushalten kannst und die Angst oft weniger bedrohlich ist, als sie zunächst wirkt.

Du kannst das alles in deinem eigenen Tempo machen. Taste dich langsam heran und gib deinem Körper Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. So entsteht wieder ein Gefühl von Selbstbestimmung.

Wie beeinflusst Angst unsere täglichen Entscheidungen?

Wenn wir Angst spüren, richtet unser Gehirn den Fokus darauf, Unbehagen oder mögliche Gefahr zu vermeiden. Das trübt oft unser Urteilsvermögen. Plötzlich entscheiden wir uns nicht mehr für das, was gut für uns wäre, sondern für das, was sich am sichersten anfühlt.

Aus Angst vor dem Scheitern lassen wir vielleicht wertvolle Chancen verstreichen. Oder die Angst vor Ablehnung hält uns davon ab, in Beziehungen oder im Job auszusprechen, was wir wirklich brauchen. So bleiben wir manchmal in Situationen stecken, die uns eigentlich nicht guttun.

Angst kann auch dazu führen, dass wir alles zergrübeln oder wichtige Dinge vor uns herschieben. Aus Sorge, die falsche Wahl zu treffen, zögern wir oder vermeiden Entscheidungen ganz. Wenn du erkennst, wann Angst deine Entscheidungen beeinflusst, kannst du wieder klarer und selbstbestimmter handeln und Entscheidungen treffen, die wirklich zu deinen Werten passen, statt nur dem zu folgen, was sich vermeintlich sicher anfühlt.

Woran merke ich, dass mich meine Angst ausbremst?

Angst zeigt sich manchmal ganz offensichtlich und manchmal sehr leise. Wenn du die Anzeichen erkennst, kannst du beginnen, sie zu hinterfragen.

  • Vermeidung: Wenn du regelmäßig Situationen, Aufgaben oder Entscheidungen vermeidest, weil sie dich verunsichern oder ängstigen, kann das ein klares Zeichen sein.

  • Stillstand: Wenn du bei deinen großen Zielen oder Träumen nicht vorankommst, kann dahinter Angst vor dem Scheitern, vor Ablehnung oder sogar vor Erfolg stehen.

  • Gedankenkarussell: Wenn du ständig das Schlimmste erwartest oder deine Ängste im Kopf immer wieder durchspielst, kann das ein Zeichen dafür sein, dass Angst dich zurückhält.


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