Wenn die Feiertage zur Belastung werden: 8 Tipps für ein entspanntes Fest

Dr. Chris Mosunic

Klinisch geprüft von Dr. Chris Mosunic, PhD, RD, CDCES, MBA

Jeder kennt die angespannte Zeit am Ende des Jahres, wenn zwischen Geschenkejagd und Familiendinner kaum noch Raum zum Durchatmen und genießen bleibt. Feiertagsstress wird für viele immer belastender. Die gute Nachricht: Man kann etwas dagegen tun. Unsere 8 Anti-Stress-Tipps zeigen dir, wie du die Festtage überstehst, ohne dass deine mentale Gesundheit auf der Strecke bleibt.

Die Feiertage können unglaublich stressig sein. Zwischen sozialen Verpflichtungen, Zeit mit der Familie, Dekorieren, Geschenke kaufen und der Erwartung, das alles mit einem Lächeln im Gesicht zu tun, kommt ganz schön was zusammen. Kein Wunder, dass z.B. 88 Prozent der Amerikaner die Feiertage als die stressigste Zeit des Jahres empfinden.

Dabei sind die Tage sind nicht nur vollgepackt mit Besorgungen und Planung, viele Menschen empfinden diese Zeit des Jahres auch emotional herausfordernd. Wenn du dich einsam fühlst, um einen Verlust trauerst oder verstorbene Familienmitglieder vermisst, können die Feiertage isolierend oder melancholisch wirken. Falls dir das bekannt vorkommt: Glaub uns, du bist damit nicht allein.

Die gute Nachricht ist, dass es Wege gibt, mit diesen schwierigen Gefühlen umzugehen. In diesem Artikel findest du unsere Lieblingstipps, um die Feiertagszeit etwas entspannter zu überstehen.

 

Was Feiertagsstress auslöst

Auch wenn wir uns alle einig sind, dass die Feiertage stressig sein können, variieren die genauen Gründe dafür von Person zu Person. Für manche ist es die Trauer um einen geliebten Menschen, für andere der Umgang mit komplizierten Familiendynamiken. Hier sind einige der häufigsten Gründe, warum Feiertagsstress so allgegenwärtig ist.

Vergangene Traumata

Manchmal können sich die Feiertage aufgrund vergangener traumatischer Erlebnisse oder Unbehagen intensiv anfühlen. Wenn du eine schwierige Weihnachtszeit erlebt hast, in der jemand verstorben ist, oder wenn Familienfeiern besonders von Drama geprägt waren, kann schon im Vorfeld Angst vor dieser angeblich wunderbarsten Zeit des Jahres aufkommen.

Einsamkeit

Familiendynamiken können definitiv eine Herausforderung sein, aber auch das Alleinsein an den Feiertagen. Wenn du im Ausland bist, weit weg von der Familie, oder wenn deine Arbeit es nicht zulässt, dass du zu deinen Liebsten reist, können die Feiertage noch isolierender wirken.

Finanzielle Belastung

Wenn du Teil einer Familie bist, die an den Feiertagen Geschenke erwartet, kann die finanzielle Belastung, viele Geschenke in nur einem Monat zu kaufen, sehr schwer wiegen.

Übermäßiger Genuss

Jedes Mal, wenn wir zu viele ungesunde Lebensmittel essen oder zu viel Alkohol trinken, leiden Körper und Geist darunter. Ständig verkatert zu sein oder nicht die richtigen Nährstoffe zu bekommen, kann dazu führen, dass du dich lethargisch und energielos fühlst. Bei manchen Menschen führen Kater zudem zu Angstgefühlen.

Soziale Ängste

Für jeden, der mit sozialen Ängsten zu kämpfen hat, kann der Besuch mehrerer festlicher Abendessen und Partys auslösend und unangenehm sein. Und seien wir ehrlich: Diese Gefühle sind noch intensiver, wenn du dich verpflichtet fühlst, irgendwo zu sein. Denk nur daran, wie du dich auf der Weihnachtsfeier im Büro mit dem Chef gut stellen musst.

Schlafmangel

Und natürlich der Klassiker: zu wenig Schlaf. Weihnachtsfeiern und Festessen sind berüchtigt dafür, dass man lange ausbleibt und viel später als sonst ins Bett geht. Nimm das alles zusammen und du fühlst dich vielleicht völlig ausgelaugt. Wer hat an diesem Punkt noch die Energie, freudig zu lächeln, während Tante Kerstin die neueste Geschichte über ihre Rhododendronbüsche erzählt?

 

8 Tipps um Feiertagsstress zu reduzieren

Damit du im neuen Jahr nicht erst einmal eine Woche das Bett hüten musst, lass uns den Umgang den Umgang mit den stressigen Tagen zwischen den Jahren am besten mit dem Sprichwort zusammenfassen: Angriff ist die beste Verteidigung.

Nutze diese achtsamen Tipps, um gut vorbereitet und für alles gewappnet in die Feiertagszeit zu starten.

1. Selbstfürsorge ist deine Priorität

Immer wenn dir besonders viel Stress bevorsteht, ist es wichtig, der Selbstfürsorge Vorrang einzuräumen. Das bedeutet, dir selbst Pausen zuzugestehen, wenn du sie brauchst, um Hilfe zu bitten, Aufgaben zu delegieren und vor allem nicht von dir zu erwarten, mehr zu leisten, als du in der Lage bist.

🫶 Wenn du dich überfordert fühlst, versuche eine Pause einzulegen mit der Übung Mit dem Atem zur Entspannung finden.

2. Plane im Voraus

Wenn du aus vergangenen Feiertagen gelernt hast und in deinem Kopf bereits die Alarmglocken schrillen, dann sei vorbereitet. Es ist völlig in Ordnung, Oma anzurufen und sie sanft daran zu erinnern, dass du zwar weißt, wie sehr sie sich um dich sorgt, du aber dein Privatleben beim nächsten Treffen lieber nicht besprechen möchtest. Oder lass Onkel Jim wissen, dass du kein Interesse daran hast, bei Kaffee und Kuchen aktuelle Ereignisse durchzukauen. Du hast jedes Recht, um das zu bitten, was du brauchst. Solange du freundliche und rücksichtsvolle Wege findest, diese Dinge zu kommunizieren, bist du klar im Vorteil.

3. Priorisiere deinen Schlaf

Feiertagsstress kann körperlich seinen Tribut fordern. Wenn du also weißt, dass dir geistige und körperliche Erschöpfung bevorsteht, tanke vorher Schlaf und achte darauf, dass du ihn während der Festtage priorisierst. Wenn du dich völlig erschöpft fühlst, ist es absolut okay, die ein oder andere Party abzusagen.

Es ist auch immer in Ordnung, etwas in letzter Minute abzusagen, wenn deine geistige Gesundheit darunter leidet. Lies das ruhig noch einmal.

🫶 Wenn dein Kopf voll ist mit einer endlosen To-do-Liste, kann es schwer sein, abzuschalten. Probiere unsere Meditation Wenn das Einschlafen schwerfällt aus, um von einem stressigen Alltag in einen ruhigen Schlaf zu finden.

4. Widerstehe dem Drang, deine Festtage mit anderen zu vergleichen

Deine Feiertage sind einzigartig für dich und dein Leben. Auch wenn du in den sozialen Medien viele scheinbar perfekte Feiertage siehst, lass das Bedürfnis los, dich zu vergleichen, wenn du kannst. Und selbst wenn das schwerfällt, denke einfach daran, dass deine Erfahrung genau für dich bestimmt ist.

 

5. Setze klare Grenzen

Einer der besten Wege, deine geistige Gesundheit und dein Wohlbefinden zu schützen, ist das Setzen klarer Grenzen gegenüber deinem sozialen Umfeld und deinem Unterstützungssystem. Auch wenn es sich manchmal beängstigend anfühlen kann, Grenzen zu setzen, tue es mit Freundlichkeit und Klarheit. Vielleicht spürst du den Wunsch, Grenzen zu ziehen, weißt aber nicht genau, wo du anfangen sollst. Genau hier kommen Selbstwahrnehmung und geistige Klarheit ins Spiel.

🫶 Lausche der Session zum Thema Beziehungen stärken und lerne, was gute Beziehungen ausmacht.

6. Versuche, wo möglich, dich auf das Positive zu konzentrieren

Es mag kitschig klingen, aber die Feiertage können auch viele schöne Seiten haben. Wenn du diese positiven, warmen Momente spürst, sauge sie auf und genieße sie wo es dir möglich ist.

🫶 Dich auf das zu konzentrieren, wofür du dankbar bist, kann helfen, den Dingen in herausfordernden Zeiten eine positive Wendung zu geben. Schau dir dafür die Serie 7 Tage Dankbarkeit an.

7. Bewältige Stress mit Achtsamkeits- und Entspannungstechniken

Einer der besten Wege, mit dem absehbaren Stress umzugehen, ist, einige Achtsamkeits- und Entspannungsübungen in der Hinterhand zu haben. Das können Yoga-Praktiken sein, die du magst, Meditationssessions, die du genießt, achtsame Bewegung oder auch Atemübungen.

🫶 Ein paar Tools zu haben, um besser mit dem Druck umzugehen, ist während der Feiertage entscheidend. Schau dir unsere Serie Stress und innere Unruhe überwinden von Dr. Julie Smith an.

8. Suche dir Unterstützung

Wenn die bevorstehende Feiertagszeit deinen Stresspegel auf ein unerträgliches Maß treibt, ist es immer klug, sich von medizinischem Fachpersonal beraten zu lassen. In einigen Fällen kann ein Therapeut oder Berater dir helfen, mit deinen Gefühlen umzugehen, damit du den Feiertagen mit einem Gefühl der Gelassenheit begegnen kannst.

 

FAQs zum Überstehen der Feiertage

Wie übersteht man die Feiertage?

Die Feiertage gut zu überstehen, erfordert eine Mischung aus dem Setzen von Grenzen und der Priorisierung von Selbstfürsorge. Dazu gehört es, Stress zu bewältigen, Pausen einzulegen, bei Bedarf um Hilfe zu bitten und den Druck von sich selbst zu nehmen, indem man realistische Erwartungen setzt.

Warum fühlen sich die Feiertage so schwer?

Für viele ist die Feiertagszeit schwierig, weil es Druck oder Spannungen durch Familiendynamiken geben kann oder allein schon durch die viele Zeit, die man mit der Familie verbringt. Für andere können Isolation und Einsamkeit ein Faktor sein, besonders wenn ein wichtiger Mensch nicht mehr im Leben ist. Diese Schwierigkeiten können bewältigt werden, indem man gute Selbstfürsorgepraktiken anwendet und sich Zeit nimmt, um sich auszuruhen und während der Festtage Pausen einzulegen.

Wie geht man an den Feiertagen mit Trauer um?

Jeder erlebt Trauer auf seine ganz eigene Weise. Je nachdem, um wen du trauerst, gibt es verschiedene Strategien, die du ausprobieren kannst. Wenn jemand in deinem Leben verstorben ist, kann es sich bedeutungsvoll anfühlen, dieser Person während der Feiertage auf irgendeine Weise Tribut zu zollen. Das kann bedeuten, beim Abendessen einen Toast auf sie auszubringen, ihr Lieblingslied zu spielen oder eine Tradition fortzuführen, die sie geliebt hat. Wenn jemand erst kürzlich aus deinem Leben geschieden ist, brauchst du vielleicht Praktiken, die sofortige Erleichterung bieten, wie Atemübungen oder Meditation. Wenn es dir schwerfällt, mit der Trauer umzugehen, kann eine Fachperson für psychische Gesundheit dabei sehr unterstützend sein.

Wie achtest du während der Feiertage auf dich selbst?

Die Feiertage können sehr stressig sein, daher ist es extrem wichtig, dem Schlaf Priorität einzuräumen. Wenn du gestresst bist, kann das dein Immunsystem beeinträchtigen. Schlaf und Ruhe, aber auch ausreichend Flüssigkeit und eine gute Ernährung, können eine entscheidende Rolle dabei spielen, dich gesund und munter zu halten.

Was kann ich tun, wenn ich mich während der Feiertage überfordert fühle?

Mach Pausen! Das Beste für deine geistige Gesundheit und dein allgemeines Wohlbefinden ist, Pausen einzulegen, wenn du dich überfordert fühlst. Wie diese Pausen aussehen, bleibt ganz dir überlassen. Du kannst dir Zeit für eine Achtsamkeitsübung nehmen, dich hinsetzen und Tagebuch schreiben, ein Nickerchen machen oder einfach nur ruhig dasitzen und deine Lieblingsmusik hören. Es gibt keinen falschen Weg, eine Pause zu machen!


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Fotos: Getty

 
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